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Rezension vom 30. 11. 2004 im Südkurier

 

 

Verlorene Kunst kehrt zurück

 

Reproduktionen von zwei Altarbildern werden in der Lorenzkirche präsentiert

 

Die verlorene Kunst ist zurück: Die Künstlerin Eva Jäckle, eine ehemalige St. Georgenerin, präsentierte im Rahmen des Projekts "Klosterspuren" ihre Reproduktionen von zwei großen Altarbildern, die 1885 beim großen Brand aus der Lorenzkirche gerettet werden konnten und heute in der staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe hängen.

 

Eva Jäckle brachte mit den in nur einem Jahr angefertigten Kopien verlorene Kunst wieder in die St. Georgener Kirche. Im Jahre 1913 wurden die beiden Tafelbilder nach Karlsruhe verkauft, um mit dem Geld die Kirche zu erneuern. In ihrem Vortrag erklärte die Künstlerin, dass die beiden Gemälde im Spätmittelalter entstanden seien. Damals hatten vor allem bildliche Darstellungen der christlichen Geschichte eine wichtige Funktion

 

Der Maler der Originale ist nicht genau bekannt. Vermutet wird, dass der Künstler aus der Bodenseeregion stammte.

 

Eine Schwierigkeit bei der Reproduktion sei die richtige Farbgebung gewesen, so die Künstlerin. Da Fotos der Originale nicht ausreichten, musste die Malerin im Museum in Karlsruhe die richtigen Farbmischungen ausprobieren. Bis aufs kleinste Detail genau wurden die Kopien dann gefertigt. "Es war schon eine Herausforderung für mich", bemerkte die Künstlerin.

Umrahmt wurde die Vorstellung der Gemälde von der Schweizer Sängerin Franziska Arni. Sie intonierte geistliche Musik von Hildegard von Bingen und begleitete sich selbst auf einem Monochord, einem Instrument, dessen Bauweise sich an der griechischen Antike anlehnt.

 

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